Frank Nee
Meine Magenbypass Erfahrungen und ob es die richtige Entscheidung gewesen ist

Magenbypass Erfahrungen – Richtige Entscheidung?

Mit diesem Beitrag möchte ich Dir meine Magenbypass Erfahrungen schildern. Diese Erfahrungen werden durch mich stetig erweitet, sodass dieser Blogbeitrag mit der Zeit stetig wachsen wird. Am 21.08.2017 habe ich mich ja einer Magenbypass Operation untergezogen und ich möchte mit diesem Blogbeitrag versuchen die Zeit nach der Magenbypass Operation zu schildern. Grundsätzlich gesagt geht es mir deutlich besser und jeden Tag freue ich mich über die bisherige Gewichtsabnahme. ABER es ist nicht alles Heiter bzw. Sonnenschein, aber dazu später mehr.

Aktuell verhält es sich so, dass Menschen die mich das letzte Mal vor der OP gesehen haben mir immer zur Gewichtsabnahme gratulieren und wie toll sie es finden, dass ich so viel abgenommen habe. Die meisten wissen gar nicht, dass ich mir meinem Magen hab verkleinern lassen und sind oft verblüfft, dass ich diesen Schritt überhaupt gegangen bin. Immer wieder erläutere ich, dass Personen die eine Magenverkleinerung haben und nicht abnehmen grundsätzlich was falsch machen müssen. Nach den ersten 6 Monaten bin ich davon überzeugt, dass man mit einer OP nur abnehmen kann, die Frage ist vielmehr wie lange dieser Zustand tatsächlich anhält.

Ich selbst weiß natürlich, dass es schon einige Kg weniger sind und dennoch , nehme ich es selbst gar nicht direkt wahr, insbesondere in den letzten 6 Wochen, habe ich das Gefühl, dass mein Gewicht sich aktuell einpendelt und sich nicht großartig verringert.
Kurz vor der Operation wog ich 147 Kg, aktuell bringe ich 113,2 Kg auf die Waage und ich möchte besonders betonen, dass ich mich nicht verrückt mache. In den Letzen Wochen bin ich in der Tat gar nicht auf die Waage gegangen, weil ich schön gefühlt habe, dass sich an dem jetzigen Ist Zustand sich kaum etwas verändert hat. Ok, 34 Kg innerhalb von 6 Monaten ist bereits eine gute Hausnummer, aber anhand der Screenshots die ich hier einfüge, kann man schön sehen, wie sich die Gewichtskurve in den letzten Monaten tatsächlich entwickelt hat. Zur einfacheren Übersicht her, werde ich versuchen diesen Beitrag von Monat zu Monat zu erweitern um meine Magenbypass Erfahrungen euch näher zu bringen.

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Magenbypass Operation – Der Beginn eines neuen Lebens

August 2017 – In diesem Monat habe ich bereits VOR der Magenbypass Operation gutes Gewicht gelassen. Die Eiweißphase hat bei mir voll zugeschlagen, sodass ich schon hier bereits gute 9 Kg vor der eigentlichen Magenverkleinerung an Gewicht verloren habe. Am Tag der OP wog ich 138 Kg. Bis Ende des Monats August hatte ich weitere 7 Kg verloren und wog zum 31.08.2017 131Kg.

Der Operationsmonat war mit seinen 16 Kg somit der erfolgreichste, was denke ich bei einer guten OP Vorbereitung (Eiweißphase), sowie die Nachwirkungen einer Operation eine gewisse Selbstverständlichkeit sein sollte. Das Wohlbefinden war in diesem Monat sehr gut, weil die Euphorie mit der Vorfreude der OP ihr restliches dazu beitrug. Der Monat August war deshalb einer toller Monat auch wenn ich selbst noch weit entfernt vom Wunschgewicht war. Aber der Kopf realisierte bereits, dass sich was in naher Zukunft ändern wird und das brachte diverse Glücksgefühle für mich hervor.
Die Nahrungsaufnahme nach der OP gestaltete sich relativ einfach da ich vorwiegend im Monat August nur Suppen gegessen habe.

Richtige Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben sich nicht entwickelt, wie auch, wenn man kaum was zu sich nehmen kann bzw. soll. In Bezug auf Flüssigkeitzufuhr habe ich noch nie Probleme gehabt, Anfangs war es ausschließlich Wasser, mit der Zeit hat sich dieses jedoch etwas gewandelt, aber das kommt in den Folgemonaten.

August 2017
16 Kg Gewichtsabnahme im ersten Monat
September 2017
7,3 Kg Gewichtsabnahme im zweiten Monat

Der zweite Monat Post OP – Gewicht purzelt weiterhin

Im Monat September verlor ich weitere 7,3 Kg. In diesem Monat habe ich mich von einem Großteil meiner Kleidung endgültig verabschiedet. Ich habe einen guten Kubikmeter Kleidung in den Altkleidercontainern des deutschen roten Kreuzes entsorgt. Früher hätte ich alles aufbewahrt denn man weiß ja nie. Aber ich will nie wieder zu dem Gewicht kommen, somit war es für mich nur eine Frage der Zeit, wann ich den Großteil der übergroßen Kleidung tatsächlich entsorge und es war ein gutes Gefühl!
Die ersten Tage in diesen Monat verbachte ich, soweit ich mich richtig daran erinnere kann, in der „Breiphase“. Während dieser Zeit habe ich viel Kartoffelpüree zu mir genommen. Zum einen, weil es sehr gut geklappt hat und zum anderen weil es mir in der Tat gut schmeckte. Zum Ende des Monats habe ich mehr probiert und musste demnach mich immer mal wieder übergeben. Ich persönlich muss gestehen, dass ich dieses Übergeben überhaupt nicht als schlimm empfinde, da keine Magensäure mit erbrochen wird. Im Grunde genommen schmeckt das Erbrochene genauso wie ich es zuvor zu mir genommen habe, wie gesagt ich persönlich finde es überhaupt nicht schlimm.
Das Übergeben kam nicht davon, dass ich mich „überfressen“ hatte, sondern vielmehr davon, dass mein Magen mit der Konsistenz der Nahrung nicht gut klarkam. Das hat sich besonders bei magerem Fleisch wie Pute, Hänchen gezeigt. Aber auch mit hartgekochten Eiern hatte ich in diesem Zeitraum gut zu kämpfen. Es gab Tage, da konnte ich sie gut gekaut zu mir nehmen und an anderen Tagen musste ich bereits direkt zur Toilette sobald nur die Hälfte des Eis in meinem Magen hatte. Den täglichen Eiweißbedarf in dieser Zeit zu erreichen war meiner Meinung nach aussichtslos, sodass ich auf Eiweißpulver zusätzlich zurückgriff.

Drastischer Gewichtsverlust zwinkt einem zur neuen Einkleidung

Der dritte Monat, sprich Oktober, zeigte sich ebenfalls noch als ein Monat wo ich gefühlt gut Gewicht gelassen habe. In diesem Monat verlor ich weitere 6,6 Kg und ich habe in diesem Monat das erste Mal seit langem zwei neue Hosen von der Stange kaufen können. Die Hosen waren zu diesem Zeitpunkt extra etwas enger gewählt, sodass ich nicht bereits nach ein paar weiteren Wochen wieder direkt los müsste. Jetzt sind diese Hosen teilweise zu groß aber nach einem Waschgang sitzen sie für zwei, drei Tage gefühlt perfekt 🙂

Das liest sich bestimmt wie „heulen auf hohem Niveau“ Aber das Bild was ich selbst von mir wahrnehme hat sich schon gewandelt. Ich würde jetzt z.B. mit meiner Familie ins Schwimmbad fahren und hätte auch keine allzu große Scheu mehr mich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Auch wenn ich von meinem Wunschgewicht noch weit entfernt bin, hat sich mein Bild zum eigenen Körper nochmals deutlich verändert. Ok, von einem “Adonis” brauchen wir hier nicht zu sprechen, aber ich selbst vertrete mittlerweile immer mehr die Meinung, dass Ausstehende das Problem haben und ich nicht selbst wenn sie mich für zu dick empfinden. Vor einigen Monaten wäre es mir noch deutlich schwerer gefallen überhaupt in ein Schwimmbad zu gehen und mich in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Bis hierin möchte mich für Dein Interesse danken und würde mich freuen, wenn auch du hier einen Kommentar hinterlassen würdest mit evtl. deinen gesammelten Magenbypass Erfahrungen.

 

Stand: 13.02.2018

Oktober 2017
6,6 Kg Gewichtsabnahme im dritten Monat

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